1. Herren – SF Johannisthal 2:1

28. September 2014

6. Spieltag: VfB Fortuna Biesdorf – SF Johannisthal 2:1  (1:0)

Erkämpfter Sieg im Derbykrimi.

Zu Gast waren die Sportfreunde Johannisthal, die als Tabellenzweiter bisher erst einmal Punkte ließen und mit breiter Brust an den Grabensprung kamen. Anfangs waren die Gäste noch leicht überlegen und forderten die Biesdorfer in der Defensive, doch im Verlaufe des Spiels hatten die Fortunen mehr Spielanteile. Nach einem Traumtor durch K. Müller kurz vor der Halbzeit, dem umstrittenen Ausgleich und der erneuten Führung durch Creutzberg gewann der VfB 2:1.

Die letzte Woche war sehr verregnet, doch pünktlich zum Wochenende gab es das beste Fußballwetter. Sonne, windstill und nicht zu warm. Der Platz etwas feucht und nicht zu tief. Allerbeste Vorraussetzungen für eine hochklassige Partie. In diesem Spiel von einem Derby zu reden ist vielleicht etwas abwegig, da die Plätze doch recht weit voneinander entfernt sind und man doch eher selten aufeinander trifft. So war Johannisthal ja erst vor kurzem aus der Berlin-Liga abgestiegen (hat sich aber den sofortigen Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben).

Die Gäste in grün starteten solide in die Partie und setzten Akzente meist über die Außen und durch viele Einwürfe mit wenig Raumgewinn. Biesdorf hatte sich auf das Flügelspiel von Jo’thal eingestellt und so konnten hier Überraschungen vermieden werden. Mit zunehmender Spieldauer kam auch unserer VfB besser ins Spiel und zu Chancen. Auch hier waren es die Aktionen über die Außenbahnen und Standards, die durch das energische zu Werke gehen beider Teams zustande kamen. Allgemein war es schon von Beginn an sehr umkämpft. Viele Spieler kennen sich untereinander aus anderen Teams oder Jugendmannschaften. Diese Merkmale machten aus dem Spiel eben das typische Derby. Johannisthal war meist durch schnelles Umschalten nach Fehlern der Biesdorfer gefährlich, während die Hausherren mehr über die spielerische Schiene zu Möglichkeiten kamen. Kurz vor Pause kam die Sternstunde des Kevin Müller. Als Rechtsverteidiger aufgeboten, zog er mit dem Ball nach Robben-Manier in die Mitte und zog einfach mal mit dem linken Vollspann ab. Der schlug unhaltbar im kurzen Winkel ein und brachte den VfB in Führung. Das Traumtor wurde übrigens von Carsten Piekarek, der häufig mit Bildern und Videos für mediale Unterstützung des Vereins sorgt, gefilmt und als Vorschlag zum Amateurtor-der-Woche bei fussball.de eingesendet.

Die Gäste kamen mit viel Wut im Bauch aus der Halbzeit und agierten körperlicher als zuvor. Biesdorf ließ sich jedoch nicht wie in den vergangen Jahren von einer harten Spielweise einschüchtern, sondern hielt selbst mit voller Kraft dagegen. Dem Schiedsrichter schien das Spiel so langsam zu entgleiten und für Sympathisanten der Biesdorfer gipfelte die Unsicherheit des Unparteiischen in einem Pfiff in der 62. Minute. Die Schilderung der Vorkommnisse: Es gab Eckball für Johannisthal. Der Ball fliegt in den 5er des VfB und ein Fortune wird von einem Spieler der Sportfreunde Johannisthal in den Keeper der Biesdorfer gecheckt. Der Schlussmann bleibt danach verletzt liegen und der erste Nachschuss wurde abgewehrt. Doch anstatt die Partie zu unterbrechen und den Torwart behandeln zu lassen, lässt der Schiri weiterlaufen und Biesdorf muss zwei weitere Schussversuche der Gäste verteidigen. Beim zweiten wird ein am Boden liegender Abwehrspieler ohne Blick zum Ball an der Hand getroffen und es wird nun auf Elfmeter entschieden. Es gab sofort große Proteste gegen das gesamte Team der Offiziellen. Doch trotz der Aussage des Linienrichters: „Ich habe es gesehen, aber ich habe ja keine Pfeife.“ und dem kurzen Austausch zwischen Assistenten und Hauptschiedsrichter, gab es keine Abänderung der Entscheidung. Also Elfmeter für Jo’thal und Matschke versenkt unten rechts. Das ohnehin schon aufgeheizte Spiel nahm nun noch mehr Fahrt auf. Immer öfter gab es Unterbrechungen und intensive Zweikämpfe auf dem ganzen Platz. In der 77. Minute zog diesmal Schmidt an der Mittellinie von links nach innen und wurde gefoult. Neben der gelben Karte für den Gästespieler gab es auch Freistoß für die Fortuna aus zentraler Position. Schmidt bringt den Ball nah vor das Tor Richtung Pfosten und Creutzberg schraubt sich am höchsten. Sehr überlegt und mit viel Können bringt er den Ball mit dem Kopf am Schlussmann der Sportfreunde vorbei und stellt den alten Vorsprung wieder her. Regulär noch 13 Minuten zu spielen doch die Unterbrechungen für Verletzungen und Diskussionen ließen auf eine lange Nachspielzeit schließen. Der Puls aller Personen auf der Anlage am Grabensprung muss am Anschlag gewesen sein. Biesdorf konterte und versuchte sich zu entlasten und das Spiel weit vom eigenen Tor fern zu halten. Der eingewechselte Börner hatte die Entscheidung auf dem Fuß aber scheiterte wohl an der eigenen Nervosität. Es war kein erleichterter Seufzer sondern ein geschlossener inbrünstiger Jubelschrei der über den Rasenplatz hinaus ertönte als der Unparteiische das Spiel beendete. Ein wahnsinnig intensives Spiel war zu Ende und man hatte die auf dem Papier favorisierten Gäste aus Johannisthal 2:1 geschlagen und das kam nicht von ungefähr. Kämpferischer Einsatz, spielerische Qualität und der Wille den eigenen Platz in dieser Saison zu einer Festung zu machen, ließen die Mannschaft um das Trainerteam Retschlag/Haberkorn unterm Strich als verdiente Sieger vom Platz gehen. Eine Topmannschaft kann man eben nicht im Vorbeigehen schlagen und so wurde unserem Team heute alles abverlangt. Ein großer Dank geht auch an die Zuschauer, die zahlreich erschienen waren, lautstark unterstützten und nach dem Spiel den Akteuren mit Applaus Respekt zollten. 

Nächste Woche geht es zum 1. FC Lübars und danach folgen 2 Heimspiele. Erst steht das Spiel im Pokal gegen Berlinligist Stern 1900 auf dem Plan, danach kommt der FC Brandenburg 03 zu uns. 

Aufstellung: Riedel – Müller K., Paris, Beder, Liermann – Fiedler, Belitz, Creutzberg, Schmidt (Baudisch) – Seigewasser (Greif), Reiß (Börner)

Torfolge: 1:0 Müller K. (45.), 1:1 Matschke (62.), 2:1 Creutzberg (77.)

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