19. Spieltag: SC Charlottenburg – VfB Fortuna Biesdorf 2:1 (2:0)

Tolle Flutlichtatmosphäre, ein Rasenplatz mit endlosen Ausmaßen und ein erstes Achtungszeichen der Fortuna durch einen Volleyschuss von Belitz in der 2.Minute, der Abend begann zumindest vielversprechend.  Doch schon wenig später zog Ernüchterung ein, als wir nach einem weiten Freistoß Greis zum Kopfball kommen lassen und dieser das 1:0 erzielt. Und wenn man beim Favoriten etwas Zählbares mitnehmen möchte, dann sollten die sich bietenden Möglichkeiten auch konsequent genutzt werden, zwischen den 20. und 25.Minute lag der Ausgleich zumindest mehrfach in der Luft, Scholz und Teichert bekommen das Leder jedoch einfach nicht über die Linie. Schnell gewinnen die Hausherren ihre Sicherheit wieder zurück und agieren abgeklärt und sehr ballsicher. Der VfB vermittelt eher den Eindruck, nicht ganz unzufrieden mit dem knappen Rückstand zu sein, insgesamt wirkt das Offensivspiel viel zu zaghaft. Dies wird in der 32.Minute vom SCC mit dem 2:0 bestraft, als Seidel schneller als die ihn umringenden Biesdorfer Abwehrspieler reagiert. Kurz vor der Halbzeit haben wir Glück, als Trunschke beim Abwehrversuch wegrutscht und der Charlottenburger Schuss am Tor vorbei streicht. Auch in der 2.Hälfte stehen die Gastgeber zunächst souverän in der Defensive und ohne wirklich großen Druck zu erzeugen, erhöhen wir allmählich unseren Spielanteil bevor Pelzer in der 61.Min. gegen einen vor ihm auftauchenden SCC-Stürmer in höchster Not klären muss. Und während sich die Biesdorfer Torfabrik zwar dem gegnerischen Gehäuse annähert, fehlt  es final an der Präzision und Durchschlagskraft. In einer überaus fairen Partie hätte der Unparteiische aus Fortuna-Sicht durchaus in der 80.Minute auf Handelfmeter entscheiden dürfen, strittig, ob der SC-Abwehrspieler die Körperfläche vergrößerte oder nicht. Der Anschusstreffer von Reiss zum 2:1 und die anschliessende 4-minütige Nachspielzeit  bringen noch einmal ein wenig Hoffnung auf eine Punkteteilung. Als Pelzer in der letzten Minute bei einem Biesdorfer Eckball im gegnerischen Strafraum auftaucht, muss Rösler den direkten Gegenstoß gegen zwei konternde SC-Spieler im langen Spring unterbinden, um den dritten Gegentreffer zu vermeiden. Insgesamt bringen die Hausherren den Vorsprung bis zum Schlusspfiff routiniert über die Runden und stehen wieder verdient an der Tabellenspitze.

Torfolge: 7.Min. 1:0 Greis, 32.Min. 2:0 Seidel, 84.Min. 2:1 Reiss

Aufstellung: Pelzer, Stübing, Trunschke, Papenhagen, Albat (Reiss), Rösler, Belitz, Sowa (Lehmus), Pohlmann (Götze), Scholz, Teichert

 

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