Kabinengeflüster XXXIII Fortunas beste Halbzeit – hinter Schloss und Riegel

4. Juni 2012

weise_gottfried„What a goal by Lothar Emmerich”, brüllte der englische Reporter ins Mikro, als der Dortmunder Linksaußen beim 2:1-WM-Sieg 1966 gegen Spanien den Ball aus schier unglaublichen Winkel zum 1:1 unter den Balken drosch.

„Wie Emmerich“, platzte der geschichtsbeflissene Müllex Müller raus. Torsten hatte gerade aus vergleichbarer Position den Ball in den Giebel gezimmert. Ein Lusttor ? Ein Frusttor ?  Auf jeden Fall war das 4:1 beim 4:2 über Grünau kein unwichtiger Treffer für den „Knipser vom Dienst“.

Mit 9 Treffern liegt Torsten in der vereinsinternen Wertung jetzt allein an der Spitze. Einen Spieltag vor Ultimo hat ein Trio wohl nur noch theoretische Chancen, Torsten abzufangen: Mike Gross, Peter Wichmann (je 8) und Andrè Weise ( 7). Vielleicht sounded es am 10. Juni noch einmal: „What a goal by Torsten Schrumpf…“


Von einem anderen konnte Trainer Jürgen Hinz vor allem Laufstärke, Engagement, Herzblut erwarten – weniger Tore. Doch Marco Wande hielt sich nicht an das Klischee. Zuerst hatte der „Gastspieler“ kurz vor der Pause ein gutes Näschen und staubte erfolgreich zum 2:1 ab. Danach veredelte Marco einen feinen Finalpass von André einsatzstark zum 3:1.

Über ein anderes Tor habe ich mich besonders gefreut. Es gelang SVENinho zum 1:1 und signalisierte: „Hurra, wir leben noch“. ( Schöne Story – zu finden in Jockel Riecks Spielbericht!). Sven war immer da – ob als „Brasilianer“ mit tollen Toren oder als humpelnder „Fluglotse“ am Seitenrand. Wenn es kritisch wurde, konnte er auch vehement motivieren:

Nie laut, eher leise, aber meist mit einem Augenzwinkern. Chapeau!

Das 4:2 gegen Grünau mit all den attraktiven Torheiten zauberte auch bei den härtesten Kritikern wieder ein Lächeln hervor. Andernfalls sorgte, wie gewohnt, Schiedsrichter Fritz Wutke wieder für Lust und Laune. Lautstark trompetete der Mann aus Johannisthal  seine philosophische Überzeugung unter das gemeine Volk: „Aus ist, wenn alles aus ist.“ Fritz bleibt eben Fritz, nicht unumstritten, aber eine Type, ein Freund der Spieler, ein echt Guter. Im Spielbericht vermerkte der gewichtige Mann an der Pfeife: „ Im Fairplay waren beide Mannschaften große Klasse. Weiter so!“

Ja, wie weiter ? Kapitän Jockel Rieck, bekannt als Mann der Tat, hatte rechtzeitig die Initiative ergriffen und von allen ein JA oder NEIN für die kommende Saison eingefordert. Nur soviel: Der Kern bleibt. Es folgte ein kritisch-konstruktives Forum, Statements mit großer Substanz. Vereinsboss Dr. Gerhard Schreiber erlebte die beste Halbzeit seiner Kleinfeld-Kicker – in der Kabine, hinter Schloss und Riegel.

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